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Recovery

Wenn’s mal nicht mehr klappt…

Programme oder Program Files?

Seit Windows Vista, macht NTFS schon recht seltsame Dinge. Wenn man so ganz normal auf Laufwerk C: schaut, stellt man fest, dass es dort einen Ordner Benutzer gibt. Stellt man unter Extras/Ordneroptionen auch versteckte und Systemdateien zur Anzeige ein, tauchen auf einmal auch Dokumente und Einstellungen und Dokuments and Settings auf, die früheren Speicherorte für Benutzerprofile. Besonders lustig wird es, wenn man dann eine Kommandozeile auf macht und dir auf Laufwerk C: eintippt, denn dann nennt sich der Ordner wieder anders nämlich Users. Ich glaube dämlicher hätten Sie es wirklich nicht anfangen können!

Zum Teil ist dafür die desktop.ini im jeweiligen Verzeichnis verantwortlich. Die sieht man natürlich auch erst, wenn man System und versteckte Dateien anzeigen lässt. Benennen Sie die Datei doch einfach (voller Admin notwendig) einmal um und schauen Sie wie sich der Ordner dann auch in der normalen Ansicht repräsentiert. Ist die Datei versehentlich gelöscht worden, können Sie einfach auf einem anderen System mit einem Texteditor schauen was da normaler Weise drin steht und erneut auf dem System mit der fehlenden desktop.ini ein solche anlegen oder einfach rüber kopieren. Das weckt natürlich Begehrlichkeiten da nun selbst drin rum zu basteln…tun Sie’s nicht – es sei denn Sie wollen einen Kollegen vernichten ;-).

Firefox – abgesicherter Modus

Bei Installation von Plug-Ins, Themes oder Add-ons kommt es vor, dass sich Firefox nicht mehr starten lässt. Firefox verfügt wie Outlook oder Windows über einen abgesicherten Modus. Um Firefox im abgesicherten Modus zu starten geben Sie an einer Kommandozeile (Windows oder Linux = in diesem Falle egal) folgenden Befehl ein: firefox -safe-mode. Wenn Firefox dann gestartet ist können Sie im Menü Extras dann das fehlerhafte Add-on, Plug-in oder Thema wieder deinstallieren. Dann sollte Firefox wieder normal aufrufbar sein.

Datenrettung

Hier ein paar Tools um Daten von Festplatten und CDs bzw. DVDs wiederherzustellen:

Recuva

TestDisk und Photorec

Partition Find and Mount

PC Inspector File Recovery

H2cdimage

Dvdisaster

VMware-Team Problem beseitigen

Haben Sie einen virtuellen PC in VMware der sich nicht starten lassen will weil er angeblich Teil eines „Teams“ ist? Öffnen Sie die Konfigurationsdatei der virtuellen Maschine (Endung .vmx) und suchen Sie nach dem Eintrag inVMTeam. Diesen setzen Sie entweder auf false oder löschen ihn komplett. Damit sollte sich auch die virtuelle Maschine wieder starten lassen.

Event-ID:3040

Haben Sie auch schon endlos nach Event-ID: 3040 in Zusammenhang mit Hyper-V gegoogelt und Ihr Problem mit Hyper-V nicht lösen können? Die virtuellen Maschinen wollen einfach nicht starten und geben nur dämliche Fehlermeldungen zurück aus denen man kein Stück schlauer wird? Er murmelt irgendwas von nicht ausreichend Berechtigungen. Aber selbst Admin=Vollzugriff hilft nicht, sondern nur Benutzer=Vollzugriff. Wenn Sie rausgefunden haben, dass es eine ID 3040 gibt die auf den Fehler hinweist sind Sie ja schon gar nicht so schlecht ;-). Denn selbst das bekommen Sie ja gar nicht angezeigt, sondern nur durch intensives Recherchieren im Eventlog heraus. Dann philsophiert das Internet etwas von wegen Hypervisor kann nicht gestartet werde und BCD…hilft alles nix?!

Leider eine etwas umständliche Lösung – über die grafische Oberfläche geht es gar nicht:

Die SID „virtuelle Computer“ benötigt Lese und Schreibzugriff auf die Konfigurations-, Snapshot- und die virtuelle Festplattendateien. Bei mir lag der ganze Kram auf Laufwerk D:, daher war es für mich dann relativ schnell zu lösen:

icacls d:\ /grant „NT VIRTUELLER COMPUTER\Virtuelle Computer“:(RW) /t

Suchen Sie erst gar nicht im GUI nach der Gruppe – die gibt es dort nicht…ähnlich wie bei IIS und Exchange – da gibt es auch so seltsame Dinge. Bei IIS kann man es aber wenigstens in der GUI eintippen und dann geht es. Aber das hier geht definitiv nur über icacls. Sorry, wegen der Umstände, aber ich hoffe, ich konnte wenigstens Ihr Problem lösen :-). Statt d:\ müssen Sie natürlich den Pfad zu Ihren Snapshot-, Konfig- u. virtuellen Festplattendateien angeben.

Daten unter Windows mit Bordmitteln sicher löschen

Sie können ein Verzeichnis unter Windows mit Bordmitteln sicher (so dass diese auch nicht mit Tricks wiederhergestellt werden können) löschen. Dazu brauchen Sie gar keine dubiosen Tools und Mittelchen aus dem Internet herunterladen. Als erstes sollten Sie den Ordner mit gedrückter Shift-Taste löschen, damit die Daten nicht im Papierkorb landen. Danach öffnen Sie einfach eine Kommandozeile und tippen Sie dort folgendes ein: (nein – nicht format c: 😉

cipher /wc:\Pfad\zum\zu\löschenden\Verzeichnis

Sie werden schon merken, dass es eine Weile dauert. Aber danach ist das Verzeichnis und all seine Geheimnisse für immer getilgt. Da kommt nicht einmal die GEZ (wenn’s die CIA und NSA schon nicht schaffen :lol) mehr dran.

Eigentlich ist der Befehl zur EFS-Verschlüsselung gedacht, aber er lässt sich wunderbar missbrauchen.

IP-Einstellungen zurücksetzen

Hat wieder einmal so ein „tolles“ Tuningtool bei Ihnen gewerkelt und nun geht’s noch langsamer als vorher oder gar nicht mehr und selbst die Deinstallation nutzt nichts? Windows ist da gar nicht so nachtragend. Mit der folgenden Lösung in der Eingabeaufforderung können Sie alles wieder gut machen.

Bei Windows-Vista an aufwärts:

netsh interface ipv4 reset   (Für IP Version 4)

netsh interface ipv6 reset   (Falls Sie auch schon IP Version 6 nutzen)

Beim alten XP:

netsh interface ip reset resetlog.txt   (Die resetlog.txt würde protokollieren was er beim reseten so treibt)

Debugger

Einen Debugger für Windows auf Assemblerebene gibt es unter http://www.ollydbg.de/. Hiermit kann man laufenden Code analysieren.

Parted Magic

GParted war gestern. Mit Parted Magic haben Sie dieselben Funktionen wie mit Gparted (Partitionieren der Festplatte ohne Datenverlust). Bei Parted Magic haben Sie noch jede Menge weitere Werkzeuge mit an Bord. Damit können Sie Partitionen auch vor der Partitionierung sichern u.v.a.m.

BIOS Boot

Im BIOS oder genauer im CMOS-Setup läßt sich die Bootreihenfolge einstellen, sprich von welchem Medium der PC zuerst versuchen soll zu booten. Das man zuerst von CD/DVD booten kann bevor er nach einer Festplatte sucht ist ein alter Hut. Inzwischen wird aber immer mehr auch der Start von USB angeboten. Doch Vorsicht: USB ist nicht gleich USB! Zunächst gibt es verschiedene Versionen 1,2,3. Unterstützt Ihr Mainboard zwar USB 2.0 Sie schließen aber eine USB 3.0 Festplatte an, kann es sein, dass der Bootvorgang davon verweigert wird. Ebenso gibt es leider immer noch Probleme mit Starten vom Stick, oder von einer USB-Festplatte. Einige BIOSe unterstützen nur den Start von einem der beiden, aber nicht vom anderen. Es kann also sein, dass bei Ihnen zu Hause (Sie haben das Betriebssystem auf Ihren Stick installiert) alles wunderbar funktioniert, aber beim Nachbarn (Sein BIOS unterstützt nur den Start von einer USB-Festplatte) klappt es nicht. Je größer die Festplatte (ab 1 GB kann es sein, ab 2 GB ist dies sogar sehr wahrscheinlich) ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass die Festplatte mit Sektoren größer als die Standard 512 Byte arbeiten. Mit 1024, 2048 Byte oder gar noch größer. Von so einer Festplatte können Sie generell nicht mit einem BIOS (sondern nur mit UEFI wie es z. B. bei Applerechnern eingebaut ist) booten! Sie können so ein Laufwerk zwar formatieren und Daten drauf schaufeln, aber starten davon können Sie vergessen. Die von der Festplatte verwendete Sektorengröße steht in der Regel auf dem Laufwerk drauf. Wenn nein, erfahren Sie das unter Windows mit Hilfe von „msinfo32“ (bei jedem Windows immer mit dabei). Wenn Sie das Programm starten finden Sie die Information unter Komponenten/Speicher/Datenträger und dort bei „Byte pro Sektor“.

Lösung: Einzige Chance ist ein BIOS-Update und hoffen, dass es danach klappt.