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IPv6 Privacy Extensions

Die letzten 64 Bit der IPv6 Adresse sind die sogenannte Interface-ID. Diese Interface-ID wird aus der global eindeutigen MAC-Adresse einer Netzwerkkarte gebildet. Daher ist jeder PC und mehr oder weniger auch dessen Benutzer über IPv6 eindeutig im Internet anhand seiner Adresse zu identifizieren. Durch RFC 4941 kann man die „Privacy Extensions“ benutzen damit genau das nicht passiert.

Handys:

Bei iPhone, als auch Android Handys kann man die IPv6 Privacy Extensions nicht aktivieren (Stand heute: iOS 4 und Android bis 2.x und 3 wohl auch nicht.

Windows:

Bei Windows Clients ab XP sind die Privacy-Extensions automatisch aktiviert, nur bei Servern ab 2003 nicht. Für ältere Betriebssysteme stellt sich die Frage mangels IPv6 Unterstützung sowieso nicht. Daher haben Sie sich vielleicht schon immer gewundert, warum Sie nicht die MAC-Adresse in Ihrer IPv6-Adresse wieder finden, wenn das doch überall so geschrieben steht. Um bei Windows den Privacy Status abzufragen geben Sie an einer administrativen Kommandozeile (Im Suchfeld des Startmenüs cmd tippen und Strg+Shift+Enter bestätigen!):

netsh interface ipv6 show privacy

ein.

Mit den zwei Befehlsketten:

netsh interface ipv6 set global randomizeidentifiers=disabled

und

netsh interface ipv6 set privacy state=disabled

können Sie die Privacy Extensions ausschalten und bekommen demzufolge dauerhaft die MAC-Adresse im suffix der IPv6 Adresse. Raten Sie doch einmal was state=enabled macht ;-). Gerne können Sie auch die Mac gegen die IPv6 Adresse einmal mit ipconfig /all überprüfen.

Wenn jemand eine Idee hat, wie man das über Gruppenrichtlinien oder über die grafische Oberfläche regeln kann bitte einen Kommentar schreiben.

Linux:

Auf die Schnelle:

sysctl net.ipv6.conf.eth0.use_tempaddr=2; ifdown eth0; ifup eth0

Dauerhaft:

Am Ende der Datei /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules tragen Sie die folgenden Zeilen ein:

SUBSYSTEM==“net“, ACTION==“add“, DRIVERS==“?*“, ATTR{dev_id}==“0x0″, ATTR{type}==“1″, KERNEL==“eth*“, RUN+=“sysctl net.ipv6.conf.eth0.use_tempaddr=2″

Sollten Sie noch eine WLAN0 Schnittstelle haben machen Sie dafür genau dasselbe, nur statt eth0 tragen Sie wlan0 beim jeweiligen Befehl ein.

Anregungen und Kommentare erwünscht