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Grafische Oberfläche

Alterntives 3D Startmenü für Gnome, KDE und Unity

Glx-Dock / Cairo-Dock kann als hübsche Alternative des Startmenüs in verschiedenen Linuxoberflächen (KDE, Gnome, Unity) eingesetzt werden und das sogar, wenn Ihr Computer gar kein Compiz oder 3-D unterstützt. In den meisten Distributionen ist es sogar als rpm oder deb Paket enthalten. Dabei sollten Sie nicht vergessen auch das Plug-Ins Paket mit zu installieren. Suche Sie einfach in Ihrer Paketverwaltung nach Dock und Sie werden es schon finden. Sie können dabei das bestehende Startmenü entweder komplett löschen, oder auch sogar mehrere Docks zum Startmenü ergänzend hinzufügen. So habe ich beispielsweise auf meiner KDE Oberfläche das normale Startmenü unten und mir am oberen Bildschirmrand zusätzlich eine Cairo-Leiste mit oft genutzten Applikation und ein paar anderen Schnellzugriffen eingebaut. Das Konfigurieren geht ganz einfach mit grafischer Unterstützung von der Hand. Wem das nicht reicht kann in den erweiterten Modus umschalten und noch mehr Details konfigurieren. Wer dann immer noch nicht genug hat, kann natürlich auch zu den Text basierten Konfigurationsdateien greifen. Es läuft stabil, ohne Abstürze oder Hänger. Die Animationen (Feuerwerk, hüpfende Icons u.v.a.m.) sind geschmeidig. Alles in allem: Sehr empfehlenswert.

Nvidia Optimus unter Linux mit allen Arbeitsflächeneffekten

Als alter Open SuSE Fan bin ich mit meinem DELL XPS 15 Laptop herbe enttäuscht worden. Darin wie in vielen anderen Laptops (z.B. Lenovo und ASUS) befindet sich ein Core i5 der 1. Generation mit eigener GPU (Grafikeinheit). Dazu habe ich auch noch eine Nvidia Grafikkarte mit M420 Chipsatz eingebaut. Leider konnte unter Open Suse 11.3 und 11.4 nicht einmal die volle Bildschirmauflösung dargestellt werden. Der Nvidia-Support hat geschrieben, dass es keine Optimus Unterstützung für Linux geben wird und das Bumblebee Projekt hilft auch nicht besonders weiter. Dann bin ich zu Kubuntu 11.04 gewechselt und dort konnte ich die volle Auflösung 1920 x 1080 Punkte nutzen und die Hälfte der Desktopeffekte lief. Aber meine geliebten wabbernden Fenster konnte ich nicht aktivieren. Egal – ich war froh wenigstens halbwegs damit arbeiten zu können. Mit dem Update auf 11.10 hat Kubuntu leider immer meinen OpenWRT Access Point lahmgelegt. Weiß der Teufel, was für Dinge er an den AP geschickt hat, damit der immer gleich abstürzt. In der Vergangenheit war ich von Fedora nicht besonders überzeugt. Doch als letzten Notnagel habe ich dann einmal Fedora 15 installiert. Es geht alles!!! Voller 3-D Desktop in höchster Auflösung, Netzwerk und Drucker alles prima. Damit der den Unter Windows Server 2008 R2 verwalteten HP-Laserjet Drucker benutzen konnte musste ich noch das Samba-Client Paket nachinstallieren, aber nun klappt wirklich alles. Einziger Wermutstropfen: Er macht alles über die GPU der CPU, also nicht so rasend schnell. Bei der Leistungsfähigkeit der integrierten Grafik tut das aber nicht sonderlich weh. Meine Wackelfenster werden flüssig animiert. Ich bin begeistert und hoffe mit diesem Artikel auch andere Leid geplagten Nvidia-Besitzern mit diesem Tipp weiterhelfen zu können.

Nachtrag: Unter OpenSuse 12.1 funktioniert die Grafik auch wieder mit allen Effekten. Endlich wieder daheim ;-).

Windows Server 2008 Core mit GUI

Windows Server 2008 Core als auch die R2 Version enthalten offensichtlich doch grafische Gestaltungselemente. Als Beweis tippen Sie doch einmal notepad, regedit oder timedate.cpl ein und drücken Enter/Return. Wie sagt man doch immer so schön: Der Laie staunt, der Fachmann wundert sich ;-).

Nun, also wenn Grafik geht, warum dann mühevoll auf der Kommandozeile z.B. die IP- und Firewallkonfiguration vornehmen?

Für Windows Server 2008 gibt es den Core Configurator 1.1 und für den R2 den Core Configurator 2.0. Kostenlos runterladen, auf CD brennen und Sie können von nun an alles grafisch einstellen.

Falls Sie Bedenken wegen der Sicherheit haben…es liegt jeweils im Quellcode vor, bzw. der Core Configurator 2.0 besteht „nur“ aus einer Sammlung von Powershellscripten, die Sie auch selbst schreiben könnten und in der Version 1.1 sind es vbs-Dateien also VisualBasicScript.

Da es auf Server 2008 keine Powershellunterstützung gibt ist Core Configurator 1.1 als ausführbares Programm auf der CD. Damit Sie die Powershellscripte vom Core Configurator 2.0 benutzen können, müssen Sie auch beim R2 erst die Powershell und das .NET Framework (gibt’s auch nicht auf dem 2008 – ohne R2) als Feature nachrüsten. Das geht wie folgt:

Installieren Sie mit ocsetup „NetFx2-ServerCore“ erst das .NET-Framework und danach mit ocsetup „MicrosoftWindowsPowerShell“ die Powershell. Ausnahmsweise bitte einmal die Groß-/Kleinschreibung beachten!

Nun können Sie mit dem Befehl start c:\windows\system32\powershell\v1.0\powershell eine Powershell Kommandozeile starten. Ohne „start“ würde die aktuelle Kommandozeile zur Powershell.

Auf der Powershell müssen Sie zunächst den Befehl set-executionpolicy unrestricted eingeben, damit die Scriptausführung zugelassen wird. Wenn Sie Ahnung haben, können Sie natürlich auch eine andere executionpolicy wählen. Allerdings kann man die sowieso jederzeit umstellen – sogar ohne Admin zu sein! So nun können Sie die Powershellscripte von der CD aufrufen um all Ihre Einstellungen (Computername, Aktivierung, IP- u. Firewallkonfiguration, Benutzerverwaltung, etc…) grafisch vorzunehmen.