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Nvidia Optimus unter Linux mit allen Arbeitsflächeneffekten

Als alter Open SuSE Fan bin ich mit meinem DELL XPS 15 Laptop herbe enttäuscht worden. Darin wie in vielen anderen Laptops (z.B. Lenovo und ASUS) befindet sich ein Core i5 der 1. Generation mit eigener GPU (Grafikeinheit). Dazu habe ich auch noch eine Nvidia Grafikkarte mit M420 Chipsatz eingebaut. Leider konnte unter Open Suse 11.3 und 11.4 nicht einmal die volle Bildschirmauflösung dargestellt werden. Der Nvidia-Support hat geschrieben, dass es keine Optimus Unterstützung für Linux geben wird und das Bumblebee Projekt hilft auch nicht besonders weiter. Dann bin ich zu Kubuntu 11.04 gewechselt und dort konnte ich die volle Auflösung 1920 x 1080 Punkte nutzen und die Hälfte der Desktopeffekte lief. Aber meine geliebten wabbernden Fenster konnte ich nicht aktivieren. Egal – ich war froh wenigstens halbwegs damit arbeiten zu können. Mit dem Update auf 11.10 hat Kubuntu leider immer meinen OpenWRT Access Point lahmgelegt. Weiß der Teufel, was für Dinge er an den AP geschickt hat, damit der immer gleich abstürzt. In der Vergangenheit war ich von Fedora nicht besonders überzeugt. Doch als letzten Notnagel habe ich dann einmal Fedora 15 installiert. Es geht alles!!! Voller 3-D Desktop in höchster Auflösung, Netzwerk und Drucker alles prima. Damit der den Unter Windows Server 2008 R2 verwalteten HP-Laserjet Drucker benutzen konnte musste ich noch das Samba-Client Paket nachinstallieren, aber nun klappt wirklich alles. Einziger Wermutstropfen: Er macht alles über die GPU der CPU, also nicht so rasend schnell. Bei der Leistungsfähigkeit der integrierten Grafik tut das aber nicht sonderlich weh. Meine Wackelfenster werden flüssig animiert. Ich bin begeistert und hoffe mit diesem Artikel auch andere Leid geplagten Nvidia-Besitzern mit diesem Tipp weiterhelfen zu können.

Nachtrag: Unter OpenSuse 12.1 funktioniert die Grafik auch wieder mit allen Effekten. Endlich wieder daheim ;-).

7 Antworten auf Nvidia Optimus unter Linux mit allen Arbeitsflächeneffekten

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