Lehrheft 2
Inhaltsverzeichnis. 1
Automatisieren einer Installation. 2
Einführung in die unbeaufsichtigte
Installation. 2
Erstellen von Antwortdateien. 3
Aufbau von UNATTEND.TXT. 3
Automatische Produktaktivierung. 3
Bereitstellungstools. 4
Installations-Manager 5
Benutzereingriff 6
Bereitstellungsmethode. 6
Weitere Einstellungen im Installations-Manager 8
Speichern der Antwortdateien. 10
Aufruf der Installation von einem
anderen Betriebssystem aus. 15
WINNT. 15
WINNT32. 15
Arbeiten mit Images
(Festplattenabbildern) 16
Vorbereitung des Referenz Computers. 17
Erstellen einer sysprep.inf Datei 19
Ausführen von Sysprep.exe. 20
Erstellen des Images. 20
Testen des Images. 21
Verteilen des Images. 21
RIS (Remote-Installation-Services) 22
Bestandteile von RIS. 22
Voraussetzungen für RIS. 22
RIS-Installations-Assistent 23
Erstellen von Bootdisketten. 24
Alles richtig verstanden?. 25
Lösungen. 26
Index. 27
Zunächst benötigen Sie eine sogenannte Antwortdatei, welche
meistens den Namen unattend.txt
trägt. Diese Antwortdatei fügt die Informationen, die ein Benutzer normaler
Weise während der Installation angeben muss (Computernamen, Zeitzone, etc.), automatisch ein.
Dadurch kann das Setup, wenn alle Informationen in dieser Datei eintragen sind,
vollkommen selbständig ablaufen. Wenn ein Teil der Informationen fehlt muss der
Benutzer, der die Installation durchführt, an diesen Stellen manuell die Werte
wie gewohnt eintragen.
Wie Sie bereits aus dem ersten Lehrheft wissen, muss der
Name eines Computers einzigartig im Netzwerk sein. Wenn Sie also eine unattend.txt
erstellen und damit mehrere Computer auf einmal installieren wollen haben Sie
ein Problem. Der erste Computer wird sich erfolgreich installieren lassen.
Jeder weitere Rechner wird die Installation natürlich genau an der Stelle, an
welcher der Computername eingefügt wird unterbrechen, da der Name im Netzwerk
schon existiert. Das gleiche gilt natürlich auch für andere Einstellungen, die
individuell für jeden Rechner eingestellt werden müssen, wie z.B. die
TCP/IP-Adresse. Die Lösung zu diesem Problem lautet udf.txt.
In dieser Datei können Sie einzelnen Angaben für jeden zu installierenden
Rechner individualisieren.
Die beiden Dateien können entweder auf einer Installationsdiskette
abgelegt werden, oder aber im I386-Verzeichnis eines Netzwerkservers von dem
aus die Installation durchgeführt wird.
Am einfachsten können Sie Antwortdateien mit dem
Installations-Manager (SETUPMGR.EXE) erstellen. Mit dem Installations-Manager können Sie
neue Antwortdateien erstellen, aber auch bestehende Antwortdateien abändern.
Diese Datei finden Sie auf der Installations-CD im Verzeichnis Support\Tools in der Datei Deploy.cab. Die *.cab-Dateien können
unter XP ohne das Commandline-Tool EXPAND.EXE direkt durch Doppelklick
wie ein Verzeichnis geöffnet werden.
Unter Umständen möchten Sie zusätzliche Angaben einfügen,
die durch den Installations-Manager nicht erstellt werden können. Dann müssen Sie selbst „Hand
anlegen“. Sie können die Dateien auch mit einem Texteditor wie z.B. Notepad
bearbeiten.
Der Aufbau einer UNATTEND.TXT sieht folgender Maßen aus:
[Bereich]
Schlüssel=Wert
Der Bereich kennzeichnet die einzelnen Abschnitte des
Setups. Im Schlüssel definieren Sie welches Feld bearbeitet werden
soll und mit Wert ordnen Sie dem Feld eine Eingabe zu. Ein
kleiner Ausschnitt aus einer UNATTEND.TXT könnte also so aussehen:
[UserData]
ProduktID=HS1KS-S65UI-S67AS-JD367-YWQKT
FullName=”Vorname Nachname”
OrgName=“Registrierte Firma“
ComputerName=“Rechner3“
[Display]
BitsPerPel=32
Xresolution=1024
Yresolution=768
Vrefresh=75
Eine automatische Produktaktivierung kann ebenfalls in die UNATTEND.TXT aufgenommen werden. Bei einer Volume-License ist dies nicht notwendig. Der Eintrag in der UNATTEND.TXT für eine
automatische Produktaktivierung müsste dazu folgendermaßen aussehen:
[Unattend]
AutoActivate=Yes
Weiterführende Informationen finden Sie im Support\Tools Verzeichnis der XP-CD in der Datei DEPLOY.CAB. Aus diesem Archiv
extrahieren Sie die Datei deploy.chm.
Zu den Deployment Tools (Bereitstellungswerkzeugen) zählt
nicht nur der Installations-Manager und einige Hilfedateien sondern auch Sysprep.
Sie können natürlich auch alle Bereitstellungstools unter XP
auf einmal verfügbar machen, ohne jede Datei einzeln zu extrahieren. Dazu gehen
Sie wie folgt vor:
- Erstellen
Sie einen Ordner auf Laufwerk C:
- Öffnen
Sie auf der XP-CD das Support Verzeichnis
- Öffnen
Sie das Tools Verzeichnis
- Doppelklicken
Sie auf DEPLOY.CAB
- Markieren
Sie alle Dateien (z.B. über den Shortcut Strg + A)
- Rechtsklicken
Sie eine der Dateien und wählen Sie den Eintrag Extrahieren an
- Geben
Sie den in Schritt 1. auf Laufwerk C: erstellen Ordner als Ziel an
Im ersten Teil des Installations-Managers können Sie verschiedene
Grundeinstellungen vornehmen:



Sie können bestimmen in wie weit der Benutzer noch am Setup
mitwirkt. Dabei können Sie folgende Festlegungen treffen:
·
Standardeinstellungen angeben
Sie geben die Informationen für die einzelnen Felder vor, der Benutzer, der das
Setup durchführt muss jede Angabe prüfen und mit Enter
bestätigen. Dabei können vom Benutzer aber Änderungen vorgenommen werden.
·
Vollautomatisiert
Das Setup läuft vollkommen selbständig ab und der Benutzer hat keine
Möglichkeit in den Vorgang einzugreifen.
·
Seiten ausblenden
Wenn alle Informationen für ein Dialogfeld in der UNATTEND.TXT stehen, wird dieser Teil automatisch konfiguriert. Der Benutzer
kann nur in die Felder Eintragungen machen, auf denen die Dialogfelder nicht
komplett oder gar nicht vom Setup vorgegeben werden.
·
Schreibgeschützt
Ähnlich wie Seiten ausblenden. Der Benutzer kann aber auf
unvollständig ausgefüllten Dialogfeldern bei den Vorgaben keine Änderungen
durchführen. Er kann nur in die noch offenen Felder Eintragungen machen.
·
GUI-gesteuert
Nur der textbasierte Teil der Installation läuft automatisiert
ab. Der grafische Teil muss komplett durch den Benutzer konfiguriert werden.

Sie können die Informationen entweder auf einem Netzwerkserver
ablegen, oder eine CD‑basierte Installation auswählen.
Bei der CD-basierten Installation werden lediglich
die Anwortdateien (unattend und udf) und eine Batchdatei
mit dem Aufruf der Installation erstellt. Sie können den Ablageort der Dateien
mit dem Assistenten bestimmen.
Bei der Netzwerkinstallation wird zusätzlich noch
eine Freigabe erstellt. In diese Freigabe wird dann automatisch der Inhalt des
i386-Verzeichnis der Installations-CD hinein kopiert. Die Dateien müssen nicht
zwingend von der Installations-CD kommen. Wenn Sie Dateien schon mit
Servicepacks aktualisiert im Netzwerk haben, können Sie natürlich auch gerne
darauf zurück greifen.
Die nachfolgenden Einstellungen können in beliebiger
Reihenfolge durchgeführt werden. Auf der Linken Seite erscheint eine
Explorer-ähnliche Darstellung auf der die einzelnen Optionen per Mausklick
angesprungen werden können. Im rechten Teil des Fensters können dann die
jeweiligen Einstellungen gemacht werden. Natürlich können Sie auch mit den
Buttons (Knöpfe) „Weiter“ und „Zurück“ durch die Einstellungen
navigieren.

Es gibt drei Kategorien in denen Eintragungen gemacht werden
können:
·
Allgemeine Einstellungen
Software anpassen – An dieser Stelle können Sie Ihren Namen und
den Ihrer Organisation (Firma) eintragen.
Anzeigeeinstellungen – Hier können Sie die Auflösung, Anzahl der
Farben und die Bildwiederholfrequenz angeben.
Zeitzone – Drei mal dürfen Sie raten !-)
Produkt Key – Den Registrierschlüssel (die Lizenznummer), den Sie in der Regel auf
der Rückseite der Installations-CD finden.
·
Netzwerkeinstellungen
Computernamen (muss angegeben werden) – Hier können
Sie für einen oder mehrere Computer die Rechnernamen angeben.
Administratorkennwort (sollte angegeben werden) – An dieser
Stelle können Sie nicht nur das Kennwort (max. 127 Zeichen) für den Administrator definieren, sondern auch
ob und wie oft beim Hochfahren des Rechners automatisch der Administrator
eingeloggt wird (kein Strg-Alt-Entf drücken und Eingabe des Kennwort notwendig).
Es ist auch möglich den Benutzer, der den Rechner das erste Mal startet das
Administratorkennwort festlegen zu lassen. Desweiteren kann das Kennwort
verschlüsselt in der Antwortdatei abgelegt werden (empfohlen).
Netzwerkkomponenten – Alle Einstellungen zum
Übertragungsprotokoll können hier gemacht werden. Zusätzlich können Sie die
Netzwerkclient Software (z.B.: CSNW oder
Client für MS-Netzwerke) und Dienste (z.B.: QoS) festlegen. Wenn Sie Standardeinstellungen
auswählen, wird sowohl das TCP/IP-Protokoll mit automatischer Adressvergabe
installiert als auch der Client für MS-Netzwerke.
Arbeitsgruppe oder
Domäne – Hier kann die Arbeitsgruppen- oder
Domänenmitgliedschaft angegeben werden.
·
Erweiterte Einstellungen (können, müssen aber nicht eingegeben
werden)
Telefonie – Angaben zum Standort wie Sie es sicher aus
der Systemsteuerung kennen.
Regionale Einstellungen – Hier kann das Land ausgewählt werden in dem das System zum
Einsatz kommt.
Sprachen – Sprachunterstützung für Mitteleuropäisch, Hebräisch,
etc...
Browser- und Shelleinstellungen – Ob Sie Standardeinstellungen für den IE 6.0
wünschen oder IEAK (Internet Explorer Administration Kit) zur Konfiguration der
Einstellungen nutzen möchten. Sie können auch einfach Proxyeinstellungen und
Startseite manuell festlegen.
Installationsordner – In welchem Verzeichnis XP auf dem
Zielrechner installiert werden soll.
Drucker installieren – Welche Netzwerkdrucker verbunden werden
sollen.
Einmaliges Ausführen – Ob und welche Befehle beim ersten
Systemstart ausgeführt werden sollen.
Zusätzliche Befehle –
Das gleiche wie einmaliges Ausführen, mit der Einschränkung, dass diese Befehle
ohne Benutzeranmeldung lauffähig sein müssen.
Für die CD-basierte
Installation muss die
Antwortdatei winnt.sif heißen und auf die Diskette kopiert werden.
Persönlicher Tipp
vom Autor: Achten Sie darauf, dass Sie die Dateien
nicht versehentlich in winnt.sif.txt umbenennen. Das ist schnell passiert,
wenn die „Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden“ (Standard
Systemeinstellung) aktiviert ist. Diese Option können Sie im Explorer unter
Extras/Ordneroptionen/Ansicht einstellen.

Um einen Rechner von CD automatisiert zu installieren müssen
Sie zunächst von der Installations-CD booten. Sobald der Bootvorgang von CD
angelaufen ist, können Sie die Diskette mit der Datei winnt.sif einlegen. Wenn die Datei nicht winnt.sif sondern z.B. immer
noch unattend.txt heißt wird sie nicht verwendet und Sie müssen alle
Angaben von Hand durchführen. Die ganze Arbeit war umsonst! Die Datei winnt.sif
muss darüber hinaus folgenden Bereich enthalten:
[Data]
unattendedinstall=“yes“
msdosinitiated=“0“
autopartition=“1“
Durch diese Angaben wird die Festplatte am Stück partitioniert
und für XP verfügbar gemacht. Vorsicht! Alle anderen Partitionen auf
der Festplatte gehen dabei verloren.
Bei der Netzwerkinstallation
können Sie den Namen der Antwortdatei frei wählen, müssen sie aber im
Verteilpunkt (die Freigabe des i386-Verzeichnisses) ablegen. Sie müssen bei
Aufruf über das Netzwerk mit WINNT (/u:) oder WINNT32 (/unattend:) den Namen
der Antwortdatei mit angeben.

UDF (Uniqueness Database File)
Eine UDF wird von Installations-Assistenten automatisch mit angelegt, wenn
Sie mehr als einen Computernamen eintragen. Die UDF gliedert sich in zwei Bereiche. Der erste
Bereich definiert
die UniqueIds (Einzigartige Namen mit denen Sie die
Rechner voneinander unterscheiden). UniqueIds können alle Zeichen
enthalten außer , * und =.Diese UniqueIds müssen Sie beim Aufruf des
Setupprogramms (z.B.: WINNT32 /udf:R2,UDFDatei.txt)
mit angeben. Wenn nur die UniqueId beim Aufruf des Setup-Programms
angegeben wird, wird der Benutzer, der die Installation durchführt aufgefordert
eine Diskette einzulegen. Auf dieser Diskette muss die UDF mit dem Namen $Unique$.udf abgelegt sein. Klickt der
Benutzer auf „Abbrechen“ oder kann
der entsprechende Bereich der UniqueId in der UDF nicht gefunden werden,
werden die Angaben aus der unattend.txt
eingesetzt.
Im zweiten Bereich sind dann die Eintragungen zu den jeweiligen Rechnern zu machen.
Hier ein Beispiel für eine UDF:
[UniqueIds]
R1=UserData, TapiLocation
R2=UserData,
Network
R3=UserData
[R1:UserData]
ComputerName=Hutzli
[R1:TapiLocation]
Dialing=Tone
[R2:UserData]
ComputerName=Butzli
[R2:Network]
JoinDomain=“Europa“
[R3:UserData]
ComputerName=Wutzli
Beim oben angegebenen Beispielaufruf und der abgebildeten
Beispieldatei würde ein Rechner mit dem Namen Butzli in der Domäne Europa installiert.
Wird ein Schlüssel sowohl in der unattend.txt
als auch in der udf.txt angegeben
gilt der Wert aus der udf.txt.
Von einer DOS-Bootdiskette aus:
winnt [/s:Quellpfad] [/t:Laufwerksbuchstabe]
[/u:Antwortdatei]
/s Mit „/s:\\Servername\Freigabename”
geben Sie an auf welchem Server, in welcher Freigabe sich das i386-Verzeichnis
mit den Installationsdateien befindet. Sie können den Parameter /s auch
mehrmals in einem Aufruf verwenden, um mehrere Installationsquellen anzugeben.
Dadurch können mehrere Server gleichzeitig die Dateien liefern, was unter
Umständen die Installation beschleunigt.
/t Auf dem mit „/t:d“ angegebenen Laufwerksbuchstaben werden die temporären
Dateien während der Installation abgelegt. Auf diesem Laufwerk wird XP dann
auch installiert. Wird dieser Parameter nicht angegeben, wählt das Setup
automatisch die Partition mit dem meisten freien Speicherplatz.
/u Durch „/u:unattend.txt“ wird, wie schon erwähnt eine unbeaufsichtigte
Installation durchgeführt.
Für Installationen von Windows95/98/ME/NT/2000/XP aus:
Winnt32 [/s:Quellpfad] [/tempdrive:Laufwerksbuchstabe]
[/unattend[Zeit]:Antwortdatei]
/s Genau wie bei winnt auch.
/tempdrive Genau wie bei winnt auch. Wichtig! Bei WINNT32 müssen tempdrive und alle anderen
Switches, abgesehen von /s und /udf, ausgeschrieben werden und können nicht
abgekürzt werden.
/unattend Durch „/unattend9:unattend.txt“ wird, wie bei winnt eine unbeaufsichtigte Installation durchgeführt. Zusätzlich kann allerdings die Zeit in Sekunden angegeben werden, die
verstreicht, zwischen dem Kopieren der Dateien im Text basierten Setup und dem
Reboot, nach dem es grafisch weiter geht.
Bei dieser Technik wird ein PC komplett, inklusive aller
Anwendungssoftware und deren Einstellungen, installiert. Davon wird dann ein
sogenanntes Image erstellt.
Alle Dateien werden wie bei einer Bandsicherung in einer einzigen großen Datei
zusammengefasst. Diese Datei kann dann auf viele andere PCs aufgespielt werden,
um so den Installationsaufwand zu verringern. Das Problem dabei ist klar: Die
Computernamen, IP-Adressen, SIDs etc. wären
mehrfach im Netzwerkvorhanden vorhanden. Für dieses Problem gibt es seit
Windows2000 aber eine Lösung. Sie heißt: „Sysprep“. Um damit arbeiten zu
können brauchen Sie folgendes:
- Einen
Referenz
Computer. Dieser Rechner dient als Vorlage.
Hier installieren Sie das Betriebssystem und alle Anwendungssoftware.
- Ein
Kloningtool
eines Drittherstellers. Zu den bekanntesten zählen Ghost und Drive
Image.
Mit dieser Software können Sie die Imagedatei erstellen und auf den
anderen PCs wieder aufspielen.
- Einen
Verteilpunkt. Mit Verteilpunkt ist die Freigabe
auf einem Netzwerkserver gemeint, der das Image aufnimmt.
- Die
Ziel
Computer. Auf diese Rechner wird das Image aufgespielt. Wichtig dabei ist, dass die
Zielcomputer den selben Festplatten- und Controllertreiber wie der
Referenz Computer verwenden. Ist auf dem Referenzcomputer
ein SCSI-Festplattensystem eingebaut, muss auch auf den Zielcomputern ein
SCSI-System zum Einsatz kommen. Die Zielrechner dürften in diesem Fall
also kein IDE verwenden.
Anstatt eines Kloningtools können Sie auch auf
Hardwarekopierstationen zurück greifen.

Um den Referenz Rechner für das Klonen vorzubereiten, müssen
Sie folgende Schritte durchführen:
- Installieren
Sie das XP-Betriebssystem auf
den Rechner und alle Anwendungssoftware.
- Konfigurieren
Sie die Netzwerk-, Computer- und
Anwendungseinstellungen.
- Kopieren
Sie das lokale Administratorprofil
mit Hilfe der Systemeigenschaften/Benutzerprofile in das Default-User-Profil und geben Sie
der Gruppe Jeder Zugriffsberechtigungen auf das Profil. Damit
sorgen Sie dafür, dass die mit dem Administrator lokal installierte
Software, jedem sich neu anmeldenden Benutzer zur Verfügung steht.
- Sie
können eine Antwortdatei namens sysprep.inf
mit dem Installations-Assistenten erstellen damit der Benutzer nach dem
Klonen keine Angaben mehr machen muss. Gleich anschließend mehr zum
Erstellen einer sysprep.inf.
- Führen
Sie sysprep.exe aus der
deploy.cab (Installations-CD\Support\Tools) auf diesem System aus.
Dadurch werden alle individuellen Informationen wie SID, etc. entfernt.
Das System wird quasi „geschlechtslos“.
Sysprep installiert auch einen Mini‑Installations-Assistenten.
Dieser Assistent fragt dann nach dem Klonen beim ersten Start des Klons
nach den individuellen Informationen wie Computer- und Benutzernamen. Nach
dem Sysprep seine Aufgaben erledigt hat fährt Sysprep das System herunter.
Jetzt kann die Imagingsoftware eingesetzt werden.
Persönlicher Tipp
vom Autor: Ich würde das Administratorprofil nicht in
den Default-User, sondern in das All-Users-Profile kopieren. Dort steht es dann
wirklich allen Benutzern und nicht nur lokalen Benutzern zur Verfügung. Wer
setzt im Netzwerk schon lokale Benutzer ein?
Die sysprep.inf wird mit dem Installations-Assistenten
erstellt indem Sie im Dialogfeld „Zu installierendes
Produkt“ den Punkt „Systemvorbereitungsinstallation“
auswählen und anschließend auf „Weiter“
klicken. Sie können ähnlich viele Konfigurationseinstellungen wie bei einer
normalen Antwortdatei auch eintragen. Die Datei muss den Namen sysprep.inf tragen und zusammen mit sysprep.exe und setupcl.exe im Ordner %systemdrive%\Sysprep des Referenzrechners abgelegt sein.
Wichtig! Wenn Sie möchten, dass der Benutzer der den Klon
startet nach dem Administratorkennwort gefragt wird, darf das Administratorkonto vor Ausführen von
Sysprep kein Kennwort haben.
Bei Ausführung von Sysprep können verschiedene Switches angegeben werden:
-nosidgen Wenn Sie die Imagewerkzeuge nicht zum klonen einsetzen,
sondern als Backuplösung, wäre es schlecht, wenn die Stationen beim zurück
spielen eine neue SID bekämen. Mit diesem Switch können Sie die Neugenerierung
einer SID unterbinden.
-quiet Mit diesem Switch werden keine Meldungen von Sysprep am Bildschirm angezeigt.
-reboot Damit kann ein Reboot nach ausführen des
Mini-Installations-Assistenten erzwungen werden. Dann können Sie beim Neustart
überprüfen, ob das System mit den neuen Einstellungen einwandfrei funktioniert.
Sysprep kann eingesetzt werden um Windows2000, XP und .NET Systeme für das
Klonen vorzubereiten. Nicht nur Client-, sondern auch Serversysteme können mit
Sysprep vorbereitet werden. Es kann allerdings nicht auf Domänencontroller
angewandt werden, sondern nur auf alleinstehende Server.
Da hier die Software je nach Hersteller variiert kann keine
bestimmte Abfolge beschrieben werden. Jedoch gibt es einige Grundspielregeln:
- Starten
Sie den Referenzrechner wie in der Anleitung des Softwareherstellers
beschrieben.
- Setzen
Sie die Imagingsoftware entsprechend der Herstellerangaben ein.
- Legen
Sie das Image im Verteilpunkt eines Netzwerkservers oder einem
Wechseldatenträger ab.
Um ein Image zu testen, führen Sie folgende Schritte durch:
- Stellen
Sie mit Hilfe der Kloningsoftware das Image auf einem Testcomputer wieder her. Der
Testcomputer muss das gleiche Festplattensystem wie der Referenzcomputer
verwenden.
- Starten
Sie den Testrechner neu. Dabei wird automatisch der Mini‑Installations‑Assistent
aufgerufen, wenn nicht alle Informationen aus einer sysprep.inf
beigesteuert werden.
- Testen
Sie den Rechner indem Sie:
- die Maschine erneut starten.
- den Startvorgang auf einwandfreien Betrieb prüfen.
- alle Anwendungen mindestens einmal aufrufen.
- Scandisk und Defrag einmal ablaufen lassen.
- sich vergewissern, dass die EULA (End-User-License-Agreement)
angezeigt wird um Lizenzverletzungen vorzubeugen.
- im Gerätemanager nach schauen, ob alle Hardware korrekt
funktioniert.
Persönlicher Tipp vom Autor: Schauen Sie auch
einmal in die Ereignisanzeige!
Nach dem Sie das Image erstellt und getestet haben können Sie es auf die Menschheit los
lassen !-) Führen Sie folgende Schritte durch um das Image zu verteilen:
- Starten
Sie die Zielrechner indem Sie:
- Von der CD mit dem Image booten. Das funktioniert natürlich nur,
wenn der Rechner das Booten von CD unterstützt und Sie eine bootfähige
Image-CD erstellt haben.
- von einer Diskette booten, welche die Unterstützung für den Zugriff auf
die CD mitbringt.
- von einer Diskette booten, welche Unterstützung für den Zugriff auf das
Netzwerk enthält und Ihnen eine Netzlaufwerksverbindung zum Verteilpunkt erstellt.
- die Remotebootfähigkeiten des Zielcomputers nutzen, um sich mit einem
Multicastserver zu verbinden. Diese Methode wird besonders empfohlen, da
sie hilft den Netzwerkverkehr zu reduzieren.
- Rufen
Sie die Imagingsoftware des Drittherstellers auf und spielen Sie das Image vom Verteilpunkt auf dem System ein. Alle zuvor auf dem
Zielsystem vorhandenen Daten sind damit verloren!
RIS (Remote-Installation-Services)
Die wohl beste Möglichkeit ein Betriebssystem zu
installieren. Der Benutzer, der die Installation durchführt muss dazu nichts
wissen, außer dass er beim Booten des Rechners die Funktionstaste F12 drücken muss. Er muss nicht wissen
wo die Installationsdateien liegen, noch müssen während der Installation
irgendwelche Eingaben durchgeführt werden.
RIS besteht
aus drei Teilen:
RIS Server.
Auf ihm laufen die Dienste für die Softwareverteilung. Er lagert auch die
Installationsdateien.
RIS Client. Der
RIS Client kann sich mit dem RIS Server verbinden und sowohl die Installation als auch diverse
Systempflegeprogramme ausführen.
Images. Die
Images sind nicht wie die Images von Sysprep. Die Sysprepimages müssen mit
Software von Drittherstellern erstellt werden. Das Image eines Drittherstellers wird in einer einzelnen Datei abgelegt. RIS Images hingegen bestehen aus den einzelnen Dateien, die dann Stück
für Stück auf den Client kopiert werden. Es gibt zwei Sorten von RIS Images: CD‑basierte-Images, die nur das
Betriebssystem selbst enthalten und sogenannte RIPrep‑Images (RIPrep=Remote Installation Preparation) die
zusätzlich noch Anwendungssoftware enthalten können.
Zunächst muss der RIS Client ein Net-PC sein oder eine PXE-fähige-Netzwerkkarte (PXE=Pre Boot
Execution Environment) bzw. eine Netzwerkkarte mit spezieller
RIS-Bootdiskette eingebaut haben.
Im Netzwerk müssen folgende Dienste zur Verfügung stehen:
- DHCP, um eine IP-Adresse zu bekommen.
- DNS, um
einen Active Directory Domänencontroller zu finden.
- Active
Directory, um den RIS Server ausfindig zu machen.
RIS-Installations-Assistent
Um den RIS-Server zu
installieren müssen Sie folgendes am Server eintippen:

Mit dem RIS-Installations-Assistenten werden folgende Aufgaben
erledigt:
- Die
RIS Software installieren.
- Erstellt
einen Verteilpunkt (Netzwerkfreigabe) für die
Installationsdateien und kopiert die Dateien von der XP-CD in den
Verteilpunkt.
- Erstellt
die *.sif Dateien. Dies sind Antwortdateien, die ebenfalls über den
Installations-Manager erstellt werden können. Sollten Sie
keine remboot.sif erstellen, muss der Benutzer bei der
Installation alle Eingaben selbst durchführen.
- Konfiguriert den
Client-Installations-Assistenten, der während des Installationsvorgangs
beim Client ausgeführt wird.
- Macht
die entsprechenden Eintragungen in der Registry.
- Startet
den RIS-Dienst.
Einige Netzwerkkarten sind nicht PXE-fähig, können aber trotzdem
mit RIS eingesetzt werden. Dazu muss eine Bootdiskette erstellt werden.
Dazu benötigen Sie eine unter NT/2000/XP formatierte Diskette. Diese legen Sie
beim RIS Server ein. Auf dem RIS Server im SYSTEM32\RemInst-Verzeichnis
finden Sie die Datei rbfg.exe.
Wenn Sie diese Datei doppelklicken, können Sie aus einigen Netzwerkkarten
auswählen um für diesen Kartentyp eine Bootdiskette zu erstellen. Auf dieser
Diskette ist dann nur eine einzige Datei, die das BIOS einer Netzwerkkarte
simuliert. Also keine DOS Bootdiskette!
Persönlicher Tipp
vom Autor: Grande Problem! In den original
Microsoft-Unterlagen zu XP steht das System32\RemInst Verzeichnis als Halter der rbfg.exe Datei. Das kann nicht sein! Wenn Sie unter Windows2000 einen RIS Server installieren muss die Partition mit RIS getrennt von der
Bootpartition, also dem SYSTEM32-Verzeichnis, sein. Das
RemoteInstall-Verzeichnis befindet sich auf der Partition auf der das gesamte
RIS, inklusive der Images, untergebracht ist.

- In
Ihrer Firma kommt Windows98 zum Einsatz. Abgesehen von der Abteilung
Verkauf nutzen alle dieselben Software- und Benutzereinstellungen. Die
Abteilung Verkauf hat dieselben Grundeinstellungen wie der Rest der Firma,
hat allerdings zusätzlich noch zwei weitere Anwendungen. Sie haben sich
entschlossen alle Rechner auf Windows XP aufzurüsten und dabei alle
Einstellungen beizubehalten. Welche zwei Methoden können Sie nutzen um
Windows XP zu installieren?
- Sie
wollen neue Computer mit Windows XP einrichten. Ihre Firma besteht aus
vielen kleinen Standorten, die alle in unterschiedlichen Zeitzonen
angesiedelt sind. Sie möchten eine vollständig automatisierte Installation
durchführen. Wie würden Sie die Installationen mit den unterschiedlichen
Zeitzonen ausstatten?
- Sie
möchten RIS für die Installation von XP verwenden.
Ein Mitarbeiter von Desktop-Support ruft an und gibt an, dass auf drei der
Rechnern die Option für die XP Installation nicht angezeigt wird. Was
könnte die Ursache des Problems sein und wie können Sie das Problem
beheben?
- Wie
heißt die Datei mit der die Netzwerkbootdisketten für RIS erstellt werden?
- Wie
heißt die Antwortdatei bei RIS?
- Wie
heißt die Antwortdatei bei der Verwendung von Sysprep?
- Wie
heißt die Antwortdatei wenn Sie von CD installieren?
- Welche
Netzwerkdienste benötigen Sie für RIS?
- Wie
lautet der Aufruf bei einer Installation unter Windows NT, wenn Sie eine
unattend.txt und eine udf.txt einsetzen möchten?
- Sysprep mit zwei unterschiedlichen Images.
oder
Eine Kombination aus unattend.txt
und udf.txt mit dem Eintrag „RunOnce“ um die Anwendungen für
den Verkauf zusätzlich zu installieren.
- Verwenden
einer unattend.txt und einer udf.txt, welche die Zeitzonen
beisteuert.
- Die
Netzwerkkarten in den Rechnern sind nicht PXE-kompatibel. Erstellen
Sie eine RIS Bootdiskette. Unter Umständen bekommen
die Clients auch keine IP-Adresse von DHCP, was aber eher unwahrscheinlich
ist.
- rbfg.exe
- remboot.sif
- sysprep.inf
- winnt.sif
- DHCP, DNS und Active Directory
- winnt32
/unattend:unattend.txt /udf:rechner2,udf.txt
Active Directory 19, 23
Administratorkennwort 9, 16
Alles richtig
verstanden? 22
Allgemeine
Einstellungen 9
Anzeigeeinstellungen 9
Arbeiten mit
Images 14
Arbeitsgruppe 9
Aufbau von
UNATTENDED.TXT 3
Automatisieren einer
Installation 2
Benutzereingriff 6
Bereich 3, 11, 12
Bereitstellungsmethode 7
Browser- und
Shelleinstellungen 9
CD‑basierte-Images 19
Client für
MS-Netzwerke 9
Computernamen 2, 9, 12, 14
CSNW 9
Deploy 3
DHCP 19, 23
Dienste 9, 19
DNS 19, 23
Domäne 9, 12
Drive Image 14
Drucker
installieren 9
Einmaliges
Ausführen 9
Erstellen des
Images 17
Erstellen einer
sysprep.inf Datei 16
Erstellen von
Antwortdateien 3
Erstellen von
Bootdisketten 21
Erweiterte
Einstellungen 9
Ghost 14
GUI-gesteuert 6
Image 14, 17, 18, 19
Installations-Manager 3, 4, 5, 8, 20
Installationsordner 9
Kennwort 9, 16
Lizenznummer 9
Lösungen 23
Net-PC 19
Netzwerkclient
Software 9
Netzwerkeinstellungen 9
Netzwerkkomponenten 9
nosidgen 17
Persönlicher Tipp vom
Autor 10, 15, 18, 21
Pre Boot Execution
Environment 19
Produkt Key 9
Produktaktivierung 3
PXE 19, 21, 23
QoS 9
quiet 17
rbfg.exe 21, 23
reboot 17
Referenz
Computer 14, 15
Regionale
Einstellungen 9
Registrierschlüssel 9
remboot.sif 20, 23
RemInst 21
RIPrep‑Images 19
RIS
19, 20, 21, 22, 23
RIS Client 19
RIS Server 19, 21
RIS-Bootdiskette 19
RIS-Installations-Assistent 20
Schlüssel 3, 12
Schreibgeschützt 6
Seiten
ausblenden 6
setupcl.exe 16
Software
anpassen 9
Speichern der
Antwortdateien 10
Sprachen 9
Standardeinstellungen
angeben 6
Support\Tools 3, 15
Sysprep 4, 14, 15, 16, 17, 19, 22, 23
Telefonie 9
Testen des
Images 18
Übertragungsprotokoll 9
UDF
12
UDF.TXT 2
UNATTENDED.TXT 3, 6
unbeaufsichtigte
Installation 2, 13
UniqueIds 12
Uniqueness Database File 12
Verteilen des
Images 18
Verteilpunkt 11, 14, 17, 18, 20
Vollautomatisiert 6
Volume-License 3
Voraussetzungen für
RIS 19
Weitere Einstellungen
im Installations-Manager 8
Wert 3, 12
winnt.sif 10, 11, 23
Zeitzone 2, 9
Ziel Computer 14
Zusätzliche
Befehle 9